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Jahrestagung

Workshop I: Transferaudit und Qualitätssicherung im Transfer

Themengebiet: Transfer

Das Transferverständnis befindet sich mitten in einer Wandlung: weg vom reinen Technologietransfer hin zu einem breit verstandenen Wissens- und Technologietransfer im Zusammenspiel mit vielfältigsten gesellschaftlichen Gruppen. Formal fügt der Wissenschaftsrat den Leistungsdimensionen Forschung und Lehre die Dimension Transfer hinzu. Komprimiert formuliert könnte die Frage lauten: Was kann Hochschule für die Gesellschaft bewirken?
Andererseits fristet Transfer im Alltag vielfach ein eher unbeachtetes Dasein. Konsequent fordert der Wissenschaftsrat die Erarbeitung von Transferstrategien als eindeutige Aufgabe von Hochschulleitungen im Rahmen ihrer Governance-Aktivitäten.
Parallel zu den Initiativen des Wissenschaftsrats hat der Stifterverband mit dem Transferaudit ein kollegiales Beratungsverfahren auf den Markt gebracht.
Im Workshop soll das Verfahren der Transferaudits vorgestellt werden: Wie funktioniert die Erstellung des Selbstberichts und welche Effekte hat die Erarbeitung? Was bringen die Audits wirklich? Wer ist „Auftraggeber“? Sind Auditoren wirklich „Critical Friends“?
Transferaudits stellen einen möglichen Weg dar, im Transfer zu mehr Qualitätsbeschreibung und –sicherung zu kommen. Regelmäßig steht dabei die Frage der Bewertung von Transferleistungen im Raum. Im zweiten Teil des Workshops sollen zwei unterschiedliche Ansätze vorgestellt werden: InnoSpice setzt auf einem ISO-Standard auf und beschreibt Transferprozesse im Rahmen einer Verfahrensanweisung. PESTEL ist eine für den Higher Education Founding Council for England (hefce) entwickelte Konvention und betrachtet die Bedeutung von Projekten für verschiedene gesellschaftliche Themenfelder.

Zielgruppe:
Transferverantwortliche in Hochschulen

Ziele:

  • Darstellung des Verfahrens von Transferaudits des Stifterverbandes
  • Aufzeigen von Mehrwerten
  • Diskussion von Begrenzungen und Herausforderungen
  • Diskussion von qualitätssichernden Methoden im Transfer
  • Finden von möglichen Ansätzen für eine relevante Indikatorik

Form und Methoden:
Interview mit Teilnehmern an Transferaudits (Auditorin, Transferstellenverantwortliche),
Impulsreferate sowie Diskussion mit den Workshopteilnehmern

Leitung/Moderation:
Martin Heinlein, Universität Bremen

Beiträge durch:
Kerstin Lehmann, Leiterin Transferstelle TIB; Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Frauke Lohr, comsciencia – Beratung und Coaching, Mainz
Tanja Woronowicz, Universität Bremen, Innovation Capability Center

 

Workshop II: Wissenstransfer aus den Geistes- und Sozialwissenschaften – Entdecken der Möglichkeiten

Themengebiet: Transfer

Der Wissenschaftsrat (WR) sieht den Transfer gewonnenen Wissens in Gesellschaft und Wirtschaft als zentrale Aufgabe der Hochschulen. Er bezieht sich dabei keineswegs nur auf den Transfer von Technologien, sondern versteht unter Transfer ein Übertragen von Wissen; somit werden auch die Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) in die Pflicht genommen.
Um den Transfer zu professionalisieren, wurde für „technische“ Fächer eine umfangreiche Infrastruktur aufgebaut. Für die GSW existieren vergleichbare Ansätze nicht; ein systematischer, professioneller, aktiver Wissenstransfer aus den GSW ist bislang kaum zu beobachten.
Vor diesem Hintergrund hat in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern die Suche nach Wegen begonnen, den Wissenstransfer aus den GSW systematischer und effektiver zu betreiben. Die Frage ist nur: Wie ist vorzugehen?
Der Workshop beschäftigt sich mit dem „Wie“ des Transfers aus den GSW. Auf einen Einführungsvortrag, der einen Überblick über GSW-Transferansätze in Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt, folgt eine interaktive, world café-basierte Diskussion in Kleingruppen.

Zielgruppe:
Forschungsreferenten; Transferbeauftragte; GSK-Wissenschaftler, die sich für Transfer und Impact interessieren

Ziele:

  • Sensibilisierung für Transferpotenzial aus den Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Ansatzpunkte aufzeigen, wie Transfer aus den GSW systematisch verbessert werden kann
  • „Enabling“ der Akteure im Transferprozess für das Management von GSW-Impact

Form und Methoden:
Einführungsvortrag, gefolgt von einem Impact-Café (folgt World Café-Ansatz)

Leitung/Moderation sowie Beiträge durch:
Christoph Köller, Görgen & Köller GmbH, Geschäftsführer
Beiträge aller Besucher in den Kleingruppen

 

Workshop III: DFG-Verbundprojekte professionell beraten

Themengebiet: Tipps für die Beratung

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Beratung von DFG-Verbundanträgen (Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereichen), die sich in einem immer komplexer und anspruchsvoller werdenden Kontext bewegt. Wissenschaftler/innen bei der Einwerbung und Durchführung von DFG-Verbundprojekten optimal zu unterstützen, erfordert eine hohe persönliche und professionelle Kompetenz. Auch die Themen für Beratungsanlässe und ‑verläufe werden vielfältiger. Damit steigen die Anforderungen an Forschungsdezernate, Forschungsreferent/innen sowie Referent/innen in Forschungsförderorganisationen.
In dem Workshop möchten wir der Frage nachgehen, wie diese professionelle und hoch individuelle Beratungsleistung erfolgreich gestaltet werden kann.
Der Schwerpunkt liegt ausdrücklich nicht auf der Diskussion einzelner Förderformate. Auch werden keine fertigen Lösungen oder Handlungsmöglichkeiten geliefert.
(Es können maximal 24 Personen teilnehmen)

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen, die ihr persönliches Beratungshandeln reflektieren, diskutieren und professionalisieren möchten

Ziele:

  • Reflexion der Beratungsarbeit
  • Identifikation von Kompetenzanforderungen und Entwicklungsfeldern
  • Heben von Wünschen und Bedarfen nach passgenauen Weiterbildungsangeboten 

Form und Methoden:
World-Café mit Thementischen

Leitung/Moderation:
Maren Zempel-Gino, Georg-August-Universität Göttingen
Anneke Meyer, Leibniz Universität Hannover

Beiträge durch:
Anna Böhme, DFG
Anneke Meyer, Leibniz Universität Hannover
Maren Zempel-Gino, Georg-August-Universität Göttingen

 

Workshop IV: Das neue Heisenberg-Programm

Themengebiet: Förderorganisationen und ihre Programme

Für promovierte Wissenschaftler/innen, die eine akademische Karriere anstreben, ist es wichtig, Drittmittel für die eigene Stelle einzuwerben und sich weiter zu qualifizieren. Auf dem Weg zur Professur stehen den Postdocs hierfür bei den großen nationalen Förderorganisationen wie der DFG verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Neben Programmen zur Finanzierung einer Nachwuchsforschergruppe (Emmy Noether-Programm) oder der Eigenen Stelle oder eines Forschungsstipendiums gibt es das Heisenberg-Programm mit dem Ziel der Erlangung einer Professur oder vergleichbaren Position. Im Workshop soll mit dem Heisenberg-Programm ein Förderformat, das zur Berufungsfähigkeit bzw. zur Berufung führt, vorgestellt und die ab 01.01.2018 geltenden Neuerungen näher erläutert werden Es besteht die Gelegenheit, mit dem fachlich zuständigen Ansprechpartner der DFG ins Gespräch zu kommen. Diskussionsbeiträge durch die teilnehmenden Forschungsreferent/innen, die Best Practices, aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung und Passfähigkeit zu vorausgehenden und anschließenden Karriereschritten zum Thema haben, sind sehr willkommen.

Zielgruppe:
Wissenschaftsmanager/innen, die zu Förderprogrammen zur Finanzierung von Professuren und Nachwuchsforschergruppen beraten

Ziele:

  • Vermittlung des aktuellen Stands und der Neuerungen im Heisenberg-Programm mit Informationen zur Antragstellung
  • Möglichkeit, mit dem Direktor der Gruppe Qualitäts- und Verfahrensmanagement der DFG in Kontakt zu kommen
  • Diskussion zur Umsetzung und Machbarkeit des Heisenberg-Programms (Zeitplanung, rechtliche Rahmenbedingungen vor Ort, Status des/der Geförderten, Nachhaltigkeitsfragen, Kombination mit anderen Förderprogrammen und Karriereschritten)
  • Austausch zu Best Practices

Form und Methoden:
Impulsreferat und Expertenvortrag mit anschließender Diskussion

Leitung/Moderation:
Frank Krüger, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Beiträge durch:
Paul Heuermann, DFG

 

Workshop V: Kooperative Promotion

Themengebiet: Tipps für die Beratung

Von einer kooperativen Promotion spricht man, wenn ein Promotionsverfahren in Kooperation zwischen einer Universität oder promotionsberechtigten Hochschule und einer Fachhochschule/Hochschule für angewandte Wissenschaften durchgeführt wird. Dabei schaffen die Universitäten und promotionsberechtigten Hochschulen die Möglichkeit, dass Professor/innen der FH/HAW als Betreuerinnen/Betreuer, Gutachterinnen/Gutachter und Prüferinnen/Prüfer im Promotionsverfahren gleichberechtigt mitwirken.
In der Praxis kommt es hierbei jedoch häufig zu Unklarheiten im Verfahrensablauf und zu besonderen Herausforderungen für die Promotionsinteressierten, z.B. bei der Suche nach einer Betreuungsperson an einer Universität.
In der Podiumsdiskussion sollen die Herausforderungen aus unterschiedlichen Sichtweisen (Universität, Fachhochschule, Promovierender) kurz beleuchtet und Verbesserungsmöglichkeiten gemeinsam mit dem Plenum diskutiert werden. In der anschließenden Arbeit in Kleingruppen sollen konkrete Best Practice-Beispiele zusammengetragen werden, wie wir Wissenschaftsmanagerinnen und -manager sowie Forschungsreferentinnen und -referenten zur Verbesserung der Situation beitragen können.

Zielgruppe:
Wissenschaftsmanager und -managerinnen, zu deren Arbeitsbereich die Beratung und Unterstützung von Promovierenden gehört; Promovierende, Interessierte

Ziele:

  • Austausch zu Verbesserungsmöglichkeiten im kooperativen Promotionsprozess
  • Sammlung von Best Practice-Beispielen

Form und Methoden:
Impulsreferat, Podiumsdiskussion, Gruppenarbeit

Leitung/Moderation:
Carolin Schuchert, Graduierteninstitut NRW
Linda Frenzel, Promotionskolleg FH Dortmund

Beiträge durch:
Ansgar Keller, HTW Graduate School Berlin
Janina Rojek, Forschungscampus Mittelhessen
Philipp Zessin-Jurek, Viadrina Center for Graduate Studies Frankfurt (Oder)
Carolin Schuchert, Graduierteninstitut für angewandte Forschung NRW
Linda Frenzel, Promotionskolleg FH Dortmund
Lukas Kretschmer, Promovend der Bauhaus-Universität Weimar und der FH Dortmund

 

Workshop VI: Beratungsstrategien zum Forschungsdatenmanagement

Themengebiet: Tipps für die Beratung

Eine hohe Qualität wissenschaftlichen Arbeitens setzt auch einen nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten voraus. Wer seine Daten anderen zur Nachnutzung zur Verfügung stellt, erhöht außerdem die Effizienz der eingesetzten Fördermittel. Beide Gründe haben wichtige Forschungsförderer (z.B. DFG, BMBF, EU) veranlasst, von den Antragstellenden Angaben zum Umgang mit Forschungsdaten zu verlangen. Art, Umfang und Verbindlichkeit der erwarteten Angaben variieren von Förderer zu Förderer und teilweise sogar von Ausschreibung zu Ausschreibung. Ebenso verhält es sich mit der Möglichkeit, Sach- und Personalmittel für das Forschungsdatenmanagement (FDM) und die Veröffentlichung von Daten zu beantragen.
Wir werden über unsere bisherigen Erfahrungen an der Leibniz Universität Hannover in der Umsetzung eines integrierten Beratungskonzepts berichten und möchten in einen aktiven Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmenden des Workshops treten. Insbesondere möchten wir die folgenden Punkte näher betrachten:
- Was sind unsere wichtigsten Empfehlungen für Angaben zum Umgang mit Forschungsdaten in Anträgen?
- Wie überzeugen wir Wissenschaftler/innen, ein aktives FDM zu betreiben?
- Wie binden wir bei Beratungen FDM-Fachpersonal innerhalb und außerhalb des Forschungsdezernats ein?
- Wie vernetzen wir uns und bilden uns weiter?

Zielgruppe:
Forschungsreferentinnen und –referenten, die Forschende zur Beantragung von Drittmitteln beraten

Ziele:
Erfahrungsaustausch zu Strategien der Beratung zum Umgang mit Forschungsdaten, Weiterbildung und Vernetzung

Form und Methoden:
Impulsreferate
moderierter Erfahrungsaustausch in Kleingruppen (mit Protokoll)
abschließende Plenumsdiskussion (mit Protokoll)
nach dem Workshop Aufbereitung der Diskussionsergebnisse in Berichtsform

Leitung/Moderation sowie Beiträge durch:
Johannes Wespel, Leibniz Universität Hannover
Volker Soßna, Leibniz Universität Hannover

 

Workshop VII: Wie funktioniert die Forschungsförderung des Bundes?

Themengebiet: Förderorganisationen und ihre Programme

Wer fördert was und wie? Gibt es für mein Projekt finanzielle Unterstützung? Wo kann ich einen Antrag stellen? Diese und weitere Fragen werden von der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes individuell per Telefon oder E-Mail beantwortet.
Themenschwerpunkt der Veranstaltung wird die Projektförderung des Bundes für Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch als Kooperationspartner kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) sein. Neben Informationen zu Rahmenbedingungen, Fördervoraussetzungen und Förderverfahren werden drei konkrete Förderprogramme vorgestellt:  Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm für KMU und wissenschaftliche Einrichtungen, die mit diesen zusammenarbeiten. Mit KMU- innovativ sollen anspruchsvolle Forschungsprojekte von KMU in Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt werden. Die Fördermaßnahme VIP+ unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, das Innovationspotenzial von Forschungsergebnissen zu prüfen und nachzuweisen sowie mögliche Anwendungsbereiche zu erschließen.

Zielgruppe:
Forschungsreferenten und –referentinnen von Hochschulen und Universitäten, die mit der Beratung zu Bundesmitteln befasst sind; EinsteigerInnen in das Thema; Zuständige für das Thema ‚Kooperation mit KMU‘

Ziele:

  • Wissen über die Forschungsförderung des Bundes aneignen
  • Kenntnisse zu Rahmenbedingungen, Fördervoraussetzungen und Förderverfahren der Projektförderung des Bundes erwerben
  • Förderprogramme für Hochschulen als Kooperationspartner von kleinen und mittelständischen Unternehmen kennenlernen
  • Informationen zur Fördermaßnahme „Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP+“ erhalten

Form und Methoden:
Expertenvortrag

Leitung/Moderation:
Holger Impekoven, Rheinisch-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn

Beiträge durch:
Alexandra Bender, Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes, PtJ
Lars Heinze, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Bereich Gesellschaft und Innovation

 

Workshop VIII: Selbstverständnis und Rolle von Forschungsreferenten/innen – ein Thema für die Hochschulforschung!?

Themengebiet: Berufsbild

In den letzten 10-15 Jahren hat die Anzahl der Berufstätigen im Bereich „Hochschul-/Wissenschaftsmanagement“ deutlich zugenommen. In unterschiedlichsten Strukturen und mit verschiedensten Stellenbezeichnungen erfüllen immer mehr Menschen Managementaufgaben in den Hochschulen. Das belegen Erhebungen und zeigen die stetig steigenden Teilnehmerzahlen bei der Jahrestagung der Forschung- und Technologiereferenten aber auch die entstandenen Angebote an Aus- und Weiterbildungsangeboten.
An der Schnittstelle zwischen Wissenschaftsbetrieb, klassischer Verwaltung und Leitungsebene bilden „Hochschul-/Wissenschaftsmanager“ eine sowohl von ihrer Ausbildung als auch ihren konkreten Arbeitsaufgaben her sehr heterogene Gruppe, die zunehmend bemüht ist, ihre Rolle und Bedeutung aber auch ihr Selbstverständnis innerhalb des Wissenschaftssystems zu konkretisieren. Wo sehen und wie verstehen sich die Forschungsreferenten/innen in dieser aktuellen Diskussion? Vertreten sie eine mehr oder weniger gemeinsame Position? Und kann uns die Hochschulforschung helfen, unsere Aufgaben im Spannungsfeld zwischen akademischen Herausforderungen und administrativen Abläufen besser zu erfüllen?

Zielgruppe:
Forschungsreferenten/innen, Wissenschaftsmanager/innen, Hochschulforscher/innen

Ziele:

  • Stimmungsbild zum Selbstverständnis und der eigenen Verortung im System Hochschule
  • Kann ich mir die Zusammenarbeit mit der Hochschulforschung vorstellen: wie finden die Akteure zu welchen Themen zueinander?

Form und Methoden:
Workshop mit Impulsreferat und Fish Bowl (je nach Teilnehmerzahl)

Leitung/Moderation:
Matthias Hauf, Fachhochschule Potsdam

Beiträge durch:
René Krempkow, Humboldt-Universität Berlin

 

Workshop IX: Großgeräteanträge der DFG

Themengebiet: Förderorganisationen und ihre Programme

Die Förderung von Großgeräten stellt ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Forschung an Hochschulen dar. Großgeräte für die Forschung werden zu einem nennenswerten Anteil von Bund und Ländern gemeinsam finanziert und nach den DFG-Qualitätskriterien durch die DFG begutachtet. Neuerdings fordert die DFG Hochschulen verstärkt zu einer Abstimmung der Nutzung von Großgeräten am Standort auf und damit einhergehend, zur Einreichung zentraler Konzepte im Zuge der Antragstellung auf Großgeräte in ihren Programmen. Dadurch sollen die Auslastung der Geräte und die Qualität der fachlichen Betreuung optimiert, transparente Zugangsregelungen geschaffen sowie Kostenreduktionen bei der Beschaffung ermöglicht werden. Lag die Beantragung von Großgeräten traditionell in der Hand der Haushaltsabteilungen, werden in jüngerer Zeit zunehmend die Forschungsreferate eingebunden, um die vorhandenen Prozesse zu analysieren und zu optimieren. Der Workshop beleuchtet die Sichtweise der DFG zu diesem Thema und stellt die Umsetzung an zwei Universitäten vor. Während die Universität Köln das Antragsprocedere schon vor längerer Zeit ins Forschungsreferat verlagert hat, ist die Universität Göttingen gegenwärtig dabei, entsprechende Strukturen zu etablieren.

Zielgruppe:
Forschungsreferentinnen und -referenten, die mit der Beantragung von Großgeräten zu tun haben

Ziele:

  • Hinweise darauf, wie sich kleine und große Hochschulen positionieren können, um erfolgreich in der Beantragung von Forschungsgroßgeräten zu sein
  • Aufzeigen effizienter Nutzungsstrategien für eine bestmögliche Investitionsplanung und Organisation des Betriebs von Forschungsgroßgeräten

Form und Methoden:
Expertenvorträge

Leitung/Moderation:
Jens-Peter Krüger, Georg-August-Universität Göttingen

Beiträge durch:
Michael Royeck, DFG, Gruppe Wissenschaftliche Geräte und Informationstechnik
Marcel Gehlen, Universität Köln, Forschungsmanagement
Felix Spöler, Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Forschung

 

Workshop X: Crowdfunding als Möglichkeit zur Drittmitteleinwerbung durch Hochschulen und Universitäten

Themengebiet: Tipps für die Beratung

Crowdfunding ist als Finanzierungsform von Gründungsvorhaben bereits etabliert. Das Besondere ist, dass mehrere Menschen ein Projekt unterstützen und dafür meist eine Gegenleistung erhalten.  Wenn, die benötigte Fundingsumme in einer bestimmten Zeit erreicht wird, wird das Geld ausgezahlt. Auch für die Finanzierung von Forschungsprojekten kann Crowdfunding eingesetzt werden. In Deutschland geht das seit 2012 mit Sciencestarter, wo junge Forschende für ihre Projekte begeistern und Gelder für Geräte, Forschungsreisen oder Publikationen einwerben.
Bislang ist es aber nicht möglich, dass eine Hochschule oder Universität eine solche Kampagne starten und bei Erfolg die eingeworbenen Gelder als Projektbezogene Drittmittel verbuchen kann. Hierin könnte ein Potenzial zur Erhöhung von Drittmitteleinnahmen liegen.
Der Workshop stellt bisherige Erfolge von Crowdfunding für Wissenschaft vor und zeigt die Vorteile aus Sicht des Hochschulmarketings und der Forschungsfinanzierung. Anhand ausgewählter Beispiele wollen wir diskutieren, warum es bislang nicht möglich ist, dass Hochschulen als Starter einer Crowdfunding-Kampagne auftreten können und was zu tun ist, damit dies in Zukunft möglich ist.

Zielgruppe:
Forschungs- und Transferreferenten, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen

Ziele:

  • Diskussion mit dem Interessentenkreis
  • Darlegung möglicher Vorteile für Universitäten und Hochschulen
  • Etablierung eines Workflows
  • Formulierung eines Interessenpapiers für die Etablierung von Crowdfunding für Hochschulen

Form und Methoden:
Expertenvorträge sowie interaktive Formen

Leitung/Moderation:
Florence Mühlenbein, Wissenschaft im Dialog, Berlin
Sabine Hartel-Schenk, Hochschule Mainz

Beiträge durch:
Florence Mühlenbein, Wissenschaft im Dialog, Berlin
Sabine Hartel-Schenk, Hochschule Mainz
Markus Streichhardt, Startnext Crowdfunding GmbH

Workshop XI: Interdisziplinäres Arbeiten in Forschungsverbünden – ein Selbstläufer? Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten

Themengebiet: Tipps für die Beratung

In einem interaktiven Format laden wir die Teilnehmer/innen ein, ihre Erfahrungen zur Arbeit in, mit und für interdisziplinäre Forschungsverbünde zu teilen.
Wir wollen als ersten Schritt die Herausforderungen (z.B. verschiedene Fachkulturen, Fachsprachen usw.) sammeln und werden und darauf folgend die Methoden diskutieren, die sich für die Arbeit in diesem Kontext bewährt haben.
Die somit entstehende Sammlung geeigneter Methoden zur Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch darüber, sollen Anregungen liefern, welche die Teilnehmer/innen in ihrer täglichen Arbeit anwenden können.
Wir möchten uns abschließend Gedanken über die Erfolgsaussichten von interdisziplinären Projektideen bei vorhandenen Förderformaten und die Nachhaltigkeit der Forschungsverbünde machen.

Zielgruppe:
Wissenschaftsmanager/innen sowie Forschungsreferent/innen:
- die Verbünde begleiten, in Verbünden arbeiten, Verbünde koordinieren
- die Wissenschaftler/innen in interdisziplinäre Forschungsverbünde zusammenbringen und/oder sie begleiten

Ziele:

  • Erfahrungsaustausch und Sammlung von Good practice der Methoden zur Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Herausarbeiten der Herausforderungen Diskussion über die Erfolgsaussichten von interdisziplinären Ideen zu vorhandenen Förderformaten

Form und Methoden:
Workshop, Diskussion, Visualisierung der Ergebnisse

Leitung/Moderation sowie Beiträge durch:
Berit Edlich, Technische Universität Dresden
Jenny Pick, Technische Universität Dresden
Ana de la Varga, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Workshop XII: Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Fördergeber. Kommunikation, Gestaltungsspielräume und der Blick auf den jeweils anderen

Themengebiet: Tipps für die Beratung

Der Workshop möchte am Beispiel des Fördergebers MERCUR und der Universitätsallianz Ruhr die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Fördergebern thematisieren. MERCUR wird dazu drei kurze Impulsvorträge zu den Schwerpunkten „Strategie und Förderung“, „Kommunikation“ und „Gestaltungsspielräume“ halten, die von einem Universitätsvertreter kommentiert werden. Der Universitätsvertreter wird seinen Blick auf diese Themen erläutern und aus seiner Perspektive die Zusammenarbeit mit MERCUR beschreiben. In sich jeweils anschließenden Diskussionsrunden ist das Publikum aufgerufen, mitzudiskutieren und zu erzählen, wie sich die Zusammenarbeit mit „ihren“ Fördergebern gestaltet, welche Annahmen vom jeweils anderen dabei z. T. zugrunde gelegt werden und welches Verbesserungspotenzial sie bei dieser Zusammenarbeit sehen.

Zielgruppe:
Forschungs- und Strategiereferenten/innen, ggfs. Vertreter/innen von Fördergebern

Ziele:
Universitätsvertreter und ggfs. anwesende Fördergeber sollen für ihre zukünftige Zusammenarbeit und den Umgang mit dem jeweils anderen sensibilisiert werden. Gegenseitige Annahmen sollen geprüft und ggfs. vorhandene Vorurteile abgebaut werden. Der Workshop möchte dabei helfen, Kommunikation zwischen Universitäten und Fördergebern zu verbessern, insbesondere Forschungsreferenten will er dabei unterstützen, zukünftig sicherer und gezielter mit Förderorganisationen in den Austausch treten zu können.

Form und Methoden:
Impulsvorträge durch MERCUR ergänzt durch Kommentierungen eines Universitätsvertreters
Anschließende Diskussionen mit allen Workshopteilnehmern. Fazitsammlung

Leitung/Moderation:
Gunter Friedrich, Mercator Research Center Ruhr (MERCUR)

Beiträge durch:
Gunter Friedrich, Sven Speek, beide MERCUR
Oliver Locker-Grütjen, Universität Duisburg-Essen