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Jahrestagung

Workshop I: Wie funktioniert die DFG?

Warum ist die DFG ein Verein und wer trifft sich eigentlich bei einer DFG-Mitgliederversammlung? Wie sieht der Arbeitsalltag in der DFG-Geschäftsstelle aus und was geschieht mit einem eingereichten Antrag? Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Gremien?

Der Workshop »Wie funktioniert die DFG?« nimmt die Aufgaben, die Struktur und die Arbeitsweise der Bonner Wissenschaftsorganisation in den Blick.

Ein Griff ins Archiv von Filmdokumentationen über die DFG zeigt, wie sich die wissenschaftliche Selbstverwaltungsorganisation im Laufe der Zeit verändert hat, aber auch, welche Themen und Prozesse nach wie vor aktuell sind.

Bei dem Workshop sollen Ihre Fragen im Mittelpunkt stehen, die wir zu Beginn des Workshops sammeln möchten. Zur Strukturierung der Fragen schlagen wir sechs Themengebiete vor, die selbstverständlich ergänzt werden können:

  • Wen oder was unterstützt und fördert die DFG?
  • Was bedeutet »wissenschaftliche Selbstverwaltung«?
  • Was passiert mit einem eingereichten Antrag?
  • Welche Aufgaben hat die DFG-Geschäftsstelle?
  • Welche Rolle spielt die Nachwuchsförderung in der DFG?
  • Ich habe gehört, dass die DFG…?

Zielgruppe:

Der Workshop richtet sich insbesondere an Forschungsreferentinnen und ‑referenten, die neu in dem Bereich arbeiten und sich mit den verschiedenen Facetten der DFG vertraut machen möchten.

Leitung/Moderation:

Anna Böhme, Armin Krawisch, Martin Steinberger (angefragt), alle DFG

 

Workshop II: Hochschulinterne Sichtbarkeit der Forschungsförderung

Die Forschungsförderung an Hochschulen und Universitäten ist mitunter sehr unterschiedlich aufgestellt. Gemeinsam haben wir, dass alle beteiligten Akteure das gemeinsame Ziel verfolgen, wichtige Informationen zu aktuellen Ausschreibungen, Förderformaten, zur Antragstellung und den uni-internen Verwaltungsabläufen einfach, schnell und verständlich zu verbreiten. Über Mittel und Wege möchten wir uns gerne im Workshop austauschen und voneinander lernen. Ein gewünschter Nebeneffekt liegt darin, dass wir einander kennenlernen und später im Alltagsgeschäft bei der einen oder anderen Frage untereinander kontaktieren können.

In Form kleiner Gesprächsrunden (World-Café) bekommt jede/r Teilnehmer/in die Gelegenheit, über die Themen Internet und Printmaterial, Veranstaltungs- und Face-to-face-Formate, die mögliche Präsenz in Gremien sowie die Verbindung zu Fachbereichen und Instituten zu diskutieren. Dabei sollen sowohl erfolgreiche Wege, Hindernisse, Umwege oder mögliche Sackgassen besprochen werden, als auch neue Ideen für eine erfolgreiche Kommunikation und Sichtbarkeit der Forschungsförderung entstehen.

Dieser Workshop ist eine Fortsetzung des Workshops der Tagung von 2016. Da zu Beginn ein Rückblick aus dem letzten Jahr gegeben wird, sind neue Forschungsreferentinnen und -referenten, die in 2016 nicht teilgenommen haben, herzlich willkommen.

Zielgruppe:

nicht eingegrenzt

Leitung/Moderation:

Martina Oemus, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Christine Schmidt, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Beiträge durch:

Alle - offenes Gesprächsformat

 

Workshop III: So funktioniert’s! Akademisches Identitätsmanagement

Was bringen ResearchGate, Google Scholar & Co? Was war noch mal ORCID?

Forschungsreferentinnen und -referenten sollen Hochschulleitung und Wissenschaftlerinnen- und Wissenschaftlerberaten, wie sowohl der wissenschaftliche Output der Universität als Ganzes und des Einzelnen möglichst sichtbar gemacht werden kann. Ein Ansatz kann darin bestehen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlers zur Verwendung populärer wissenschaftlicher sozialer Netzwerke wie ResearchGate, Academia oder Profildiensten wie Google Scholar zu beraten und darüber hinaus sogenannte “Author Identifier“ wie ORCID zu bewerben.

Angesichts begrenzter Zeit und Aufmerksamkeit stellt sich irgendwann die Frage: Welches Online-Profil lohnt sich, wo ergänzen sich Informationen, und was davon lässt sich individuell beeinflussen oder automatisieren? Kann und sollten Forschende ihren Forschungs-Output für Indikatoren wie den h-Index optimieren? Und wie hängt das ggf. mit ihrer Online-Sichtbarkeit, siehe oben, zusammen?

Im Workshop wird es einen Input dazu geben, welche Instrumente es gibt und unter welchen Voraussetzungen, diese sich lohnen können. Gleichzeitig würden wir uns gerne mit den Teilnehmer/innen dazu austauschen, wie Beratungsstrategien dazu aussehen.

Das Themenfeld stellt eine Schnittstelle zwischen Bibliothek und dem Forschungsservice dar. Ein Teil des Workshops soll es daher sein, sich darüber auszutauschen, wie ihr jeweils mit den Experten in euren Bibliotheken zusammenarbeitet, und wie sich Forschungsreferent/innen fortbilden können, um in diesem sich dynamisch entwickelnden Feld auf dem Laufenden zu bleiben.

Zielgruppe:

Forschungsreferenten, die sich über Akademisches Identitätsmanagement informieren möchten & die sich über geeignete Beratungsstrategien für Wissenschaftler/inenn austauschen möchten

Leitung/Moderation:

Reingis Hauck, Leibniz Universität Hannover
Lambert Heller, Technische Informationsbibliothek Hannover

 

Workshop IV: Juristen im Forschungsumfeld: Innovationsblocker oder Möglichmacher? Ein reflektierender  Blick auf Vertrags- und Projekttypen in der Forschung

In diesem Workshop wird ausgehend von zwei Impulsreferaten ein kurzer Abriss über unterschiedliche Vertrags- und Projekttypen u.a. in den Bereichen Forschung- und Entwicklung, Intellectual Property Rights und Publikationsrecht gegeben. Mögliche Handlungs- und Abwägungsspielräume werden beleuchtet, Grenzen aufgezeigt und Wege der praktischen Umsetzbarkeit diskutiert. Der Juristen/innen manchmal anhaftende Ruf der „Forschungsblockierer“ wird hinterfragt und die Rolle als „Möglichmacher“ aufgezeigt werden.

Die Referentinnen verfügen über umfangreiche Erfahrungen an verschiedenen Hochschulen. Eigene Fragestellungen und Lösungswege der Teilnehmer können und sollen in den Workshop eingebracht werden.

Ziel ist es besonders typische Konstellationen gemeinsam zu erfassen, im Idealfall eine Charakterisierung vorzunehmen und die Ergebnisse den Netzwerkmitgliedern zur Verfügung zu stellen.

Zielgruppe:

Forschungs- und Transferreferenten/innen, Kollegen/innen die mit verschiedenen Projektformen umgehen, Kollegen/innen die mit der Drittmittelbewirtschaftung befasst sind, Personen, die mit Juristen/innen zusammenarbeiten oder selbst mit rechtlichen Fragestellungen im Arbeitsumfeld befasst sind.

Leitung/Moderation:

Daniel Stietenroth

Beiträge durch:

Iris Litty, Dezernentin Forschungsförderung an der Hochschule Bochum

 

Workshop V: Die Forschungs- und Transferreferenten als Wissenschaftsjournalisten?

„Wir leben in rasanten (PR)-Zeiten: Wird Öffentlichkeitsarbeit im Wissenschaftsbereich zukünftig nur noch von schnellsten, digitalen Medien geprägt?“ Diese provokante Frage stellt unser Referent Christian Lüdemann und zeigt damit, in welchem Zwiespalt sich der Wissenschaftsjournalismus befindet: einerseits sollen Ergebnisse dem Nutzerverhalten der „Kunden“ angepasst werden (kurz, prägnant, überall verfügbar), andererseits darf die wissenschaftliche Tiefe nicht zu kurz kommen. F&T-Referenten stehen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Pressestellen, bzw. der Öffentlichkeit. Damit können sie eine verantwortungsvolle Rolle übernehmen, denn oft sind es, die Sachverhalte aus den verschiedenen Fachsprachen in allgemeinverständliche Sätze (Bilder, Grafiken, Filme etc.) übertragen müssen.

Was also sollten F&T-Referenten wissen, mit wem sollen sie kooperieren, auf welche Medien sollen/müssen/können sie zurückgreifen? Herr Lüdemann, der mehr als 15 Jahre Erfahrungen mit der Öffentlichkeitsarbeit beim Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik hat, und unsere zweite Referentin, Frau Silke Engel, Pressereferentin der Uni Potsdam und ehemalige Radiojournalistin, werden mit Impulsvorträgen in das Thema einführen und ihre jeweiligen Erfahrungen aus verschiedenen Sichtwinkeln schildern. Danach erfolgt eine Diskussion unter den Teilnehmer/inne/n bzw. mit den beiden Referent/inn/en mit dem Ziel des gegenseitigen Erfahrungsaustausches und Tipps für die eigene (Öffentlichkeits-)Arbeit.

Zielgruppe:

Alle, die sich mit Öffentlichkeitsarbeit, Pressearbeit, Wissenschaftsjournalismus usw. beschäftigen oder damit beschäftigen wollen.

Leitung/Moderation:

Anja Ernst, Hochschule für Technik Stuttgart
Rolf Thum, Hochschule Mannheim

Beiträge durch:

Silke Engel, Pressereferentin der Uni Potsdam und frühere Radiojournalistin

Christian Lüdemann, Fraunhofer-Verbund Mikroelektronik, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Koordinator Fraunhofer PR-Netzwerk; Berlin

 

Workshop VI: Nachhaltige Gründungsförderung mit privaten Rechtsformen - Stiftung / Verein / GmbH

Zunehmend nutzen Hochschulen privatrechtliche Konstrukte, um unabhängiger von Projektförderung und zusätzlich zu Haushaltsmittlen über Ressourcen für Aktivitäten der Gründungsförderung verfügen zu können. In zwei Präsentationen werden unterschiedliche Vehikel zur Realisierung nachhaltiger Förderung von Entrepreneurshipaktivitäten an Hochschulen vorgestellt und zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch gestellt.

Sebastian Hanny vom Zentrum für Entrepreneurship und Transfer der TU Dortmund stellt das Modell der tu>startup STIFTUNG vor, mit dem langfristig unabhängig von Projektförderungen Aktivitäten im Bereich der Entrepreneurship-Qualifizierung und -Beratung unterstützt werden können.

Steffen Terberl, Leiter von Profund Innovation, präsentiert das „Netzwerk Unternehmertum der Freien Universität Berlin“ und den „B!Innovation Hub“, ein kommerziell ausgerichtetes Projekt des B!GRÜNDET-Netzwerks der Berliner Hochschulen. Hierdurch werden zusätzliche Maßnahmen für Gründerinnen und Gründer erschlossen, die das Angebot der Inkubatoren an den Hochschulen sinnvoll ergänzen.

Zielgruppe:

Alle, die an den Hochschulen mit dem Thema Gründungsförderung direkt oder indirekt befasst sind.

Leitung/Moderation:

Fritz Krieger, TU Dortmund

Beiträge durch:

Sebastian Hanny, TU Dortmund, Geschäftsführer der tu>startup STIFTUNG
Steffen Terberl, FU Berlin, Leiter Profund Innovation

 

Workshop VII: Drei an einem Strang: Zusammenarbeit zwischen Bundesministerium, Landesministerium und Hochschulebene im Rahmen der Exzellenzstrategie

Gastbeitrag des Netzwerkes Wissenschaftsmanagement

Föderalismusprinzip einerseits und Hochschulautonomie andererseits würden nicht vermuten lassen, dass Bund, Land und Universität in einem strategischen Antragsprozess, der zudem als profilgebendes Bund-Länder-Programm für die Universitäten konzeptioniert wurde, kooperativ und zielgerichtet zusammenarbeiten würden. Durch drei dialogische Expertenvorträge und Kurzpräsentation mit anschließender Diskussion soll gezeigt werden, wie eine Strategiebildung erfolgte, wie diese durch Forschungsreferenten in den Dezernaten unterstützt wurde und wie ein gemeinsames Verständnis von Wissenschaftsmanagement als einende Größe wirksam wurde.

Zielgruppe:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Strategiebereichen der Universitätsleitung, Wissenschaftsmanagerinnen und Wissenschaftsmanager, Forschungsreferentinnen und Forschungsreferenten, Ministerialmitarbeiterinnen und -mitarbeiter

Leitung/Moderation:

Vera Ziegeldorf, Netzwerk Wissenschaftsmanagement, Leiterin Präsidialamt Universität Potsdam

Beiträge durch:

Nicole Münnich, Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Helena Schulte to Bühne, Referat 411, Hochschulpolitik und -entwicklung, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Vera Ziegeldorf, Netzwerk Wissenschaftsmanagement, Leiterin Präsidialamt Universität Potsdam

 

Workshop VIII: „Gute wissenschaftliche Praxis und wissenschaftliches Fehlverhalten“ – ein Thema für uns ForschungsreferentInnen?

In ihrer Umsetzung der DFG-Leitlinien haben die Universitäten zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (im internationalen Diskurs herrscht der Begriff „research integrity“ vor) Ombudsbüros, -personen bzw. –gremien eingesetzt, die sich mit wissenschaftlichem Fehlverhalten auseinander setzen. So mögen manche ForschungsreferentInnen vielleicht gar nicht direkt mit dem Thema befasst sein. In der Praxis jedoch sind wir in die Planung und Umsetzung vieler Forschungsprojekte eingebunden und damit auch indirekt mit der Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis vertraut. Zugleich sind wir häufig niederschwellige Ansprechpartner, wenn es um Fragen zur guten wissenschaftlichen Praxis oder gar den Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens geht.

Der Workshop bietet Einblicke in institutionelle Gegebenheiten sowie in die Praxis der Prävention wissenschaftlichen Fehlverhaltens und des Umgangs mit Hinweisen. Es geht nicht nur um die Kenntnis formaler Regeln, Verfahren und Ansprechpartner sondern auch um die Frage, welche Grenzen die Strukturen des Wissenschaftssystems Bemühungen um die Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten setzen können. Wir reflektieren unsere Rolle und unsere Möglichkeiten als ForschungsrefentInnen in diesem Themenfeld.

Zielgruppe:

Am Themenfeld „Gute wissenschaftliche Praxis und wissenschaftliches Fehlverhalten“ interessierte ForschungsreferentInnen

Leitung/Moderation:

Barbara Schwerdtfeger, Universität Osnabrück
Veronika Fuest, Ombudsstelle für gute wissenschaftliche Praxis, Georg-August-Universität Göttingen