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Jahrestagung

Second best - Forschungs- und Technologiereferent kann wirklich jeder?

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wird ausgehend von der Entwicklung des Berufsfeldes der ForschungsreferentInnen der vergangenen fünfzehn Jahre eine Projektion in die Zukunft versucht: Was charakterisiert ForschungsreferentInnen? Wie sind sie qualifiziert? Ist das notwendig? Welche Qualifikationen fehlen? Was ist wünschenswert? Womit wird man leben müssen?

Seit der Gründung des Netzwerks der Forschungs- und Technologiereferenten im Jahr 2003 hat sich das Berufsfeld beträchtlich weiterentwickelt, ausdifferenziert und professionalisiert. Vielerorts sind große Forschungsdezernate entstanden mit jeweils sehr spezialisierten Tätigkeitsbeschreibungen. Die „klassische“ Forschungsreferentin, wie sie Adamczak et al. 2007 in ihrer Studie „Traumberuf ForschungsreferentIn“ beschreiben, scheint vor allem an den großen Universitäten abgelöst zu sein durch eine Vielzahl hochspezialisierter MitarbeiterInnen, die sich häufig selbst auch als WissenschaftsmanagerInnen sehen. Auch im Hinblick auf die institutionelle Verankerung der heutigen ForschungsmanagerInnen in den Strukturen der Hochschulverwaltungen hat sich die Situation an vielen Universitäten in den vergangenen zehn Jahren grundlegend geändert.

Gleichzeitig wird an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften die Aufgabe „Forschung“ in den letzten Jahren immer deutlicher. Das verlangt entsprechende Unterstützungseinrichtungen, die jedoch häufig noch eher dem Modell der klassischen Forschungsreferentin folgen und auf einer Stelle den einen Spezialisten bzw. die eine Spezialistin für Information über Fördermöglichkeiten, Formalia der Antragstellung, Forschungsberichterstattung  etc. vereinen.

Vor dem Hintergrund der Spannbreite sowohl der Forschungseinrichtungen, in denen wir arbeiten, als auch vor dem Hintergrund der je individuellen Aufgabenprofile wollen wir das Berufsfeld ForschungsreferentInnen zwischen den verschiedenen Rollen StrategieberaterIn für Hochschulleitungen, KooperationsvertragsgestalterIn, AntragsberaterIn für die WissenschaftlerInnen, DrittmittelsachbearbeiterIn, Informations- und DatenmanagerIn und Wissenschafts-TrösterIn nach negativem Förderentscheid diskutieren.

Moderation:

Armin Himmelrath, Wissenschaftsjournalist, unter anderem für Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Deutschlandfunk

Podiumsteilnehmer:

Reingis Hauck, Leiterin Dezernat Forschung und EU Hochschulbüro, Technologietransfer, Leibniz Universität Hannover

Oliver Günther, Präsident der Universität Potsdam

Armin Krawisch, Gruppenleiter Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen, Nachwuchsförderung, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn

Henning Groscurth, Referent im Prorektorat Forschung, Innovation und Transfer, Hochschule Heilbronn

Verantwortliche Sprecherratsmitglieder:

Daniel Stietenroth, Hochschule Bochum

Judith Theben, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg