mobilemenuMENU
Jahrestagung

Themen der Workshops IX - XVI (am 19.02.2016)

Workshop IX: Karriereentwicklung für Forschungsreferent/innen

Im Jahr 2007 beschrieben Adamczak et al. in dem Werkstattbericht „Traumberuf ForschungsreferentIn?“ (Band 68, INCHER Kassel) eine Berufsgruppe, die ihre Karrieremöglichkeiten selbst als gering einschätzt, mit ihrer Arbeitssituation jedoch hochzufrieden ist. Ist diese Einschätzung immer noch aktuell? Welche Anforderungen stellen Forschungsreferent/innen und ihre Arbeitgeber/innen heute in Bezug auf Karriereentwicklung?
Gerade in der Anfangs- und Qualifizierungsphase steht inzwischen eine stetig wachsende Anzahl an Weiterbildungsangeboten zur Verfügung. Zugleich erschweren teilweise durch Projektmittel befristete Arbeitsverhältnisse und institutionelle Umstrukturierungen eine langfristig angelegte Karriereentwicklung. So bilden sich Rahmenbedingungen aus, die Forschungsreferent/innen mit einem stetig wachsenden und sich professionalisierenden Berufsfeld locken, ihnen gleichzeitig aber verstärkt berufliche Flexibilität abverlangen, oft ohne dabei transparente Karrierepfade aufzuzeigen.

Dieser Workshop dient dem Erfahrungsaustausch bzgl. Weiterbildungsmaßnahmen und der Identifizierung von Bedarf an neuen Angeboten sowie Vernetzungs-/Unterstützungsstrukturen zur Karriereentwicklung.

Leitung/Moderation:
Anselm Geiger, Universität Potsdam
Marina Korn, Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Großbeeren
Achim Maas, Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam
Robert Spät, Universität Potsdam

Beiträge durch:
Wolfgang Adamczak, WAD Consulting für Beratung und Weiterbildung von WissenschaftlerInnen, Kassel, Forschungsreferent a.D. der Universität Kassel und  Mitgründer des Netzwerks  Forschungsreferenten.de
Thorsten Mundi, Geschäftsführer des Zentrums für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM)

Zielgruppe:
Forschungsmanager/innen mit Interesse an Erfahrungsaustausch in Bezug auf Weiterbildungsangebote und Entwicklung von neuen Angeboten zur Karriereentwicklung

Ziele:

  • Nutzung des Online-Diskussionsforums in der Vor- und Nachbereitung
  • Sammlung der verfügbaren Weiterbildungsmaßnahmen für Forschungsmanager/innen und Erfahrungsaustausch zu durchgeführten Weiterbildungsmaßnahmen
  • Identifizierung von fehlenden Weiterbildungsmaßnahmen oder Vernetzungs-/Unterstützungsstrukturen zur Karriereentwicklung
  • Evtl. Bildung eines AK Karriereentwicklung für Forschungsreferent/innen

Workshop X: Kooperationen zwischen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungseinrichtungen

Dem Thema Hochschulkooperationen wird seit geraumer Zeit eine wachsende Bedeutung für die strategische Ausrichtung von Hochschulen zugesprochen. Um das Kooperationsgeschehen im Hochschulsystem gut sichtbar zu machen und auch Ressourcen an es koppeln zu können, hat der Wissenschaftsrat 2010 die Idee sog. Kooperationsplattformen aufgebracht. Aus solchen Plattformen sollen institutionelle Formen erwachsen, die als eine dauerhafte hochschultypenübergreifende Kooperation verstanden werden können. Solche Kooperationsplattformen verfügen über ein eigenes Profil, eigene Ressourcen und eine eigenständige Programmatik in Lehre, Forschung und Transfer.

Ziel des Workshops ist nicht die Aneinanderreihung praktischer Erfahrungsberichte. Vielmehr geht es darum, eine vorläufige, gemeinsame Perspektive auf das Thema zu entwickeln und diese als Ausgangspunkt für den Diskurs innerhalb des Netzwerkes zu verstehen.

Im Zentrum steht daher die Frage, wie im Netzwerk vorhandenes Wissen und praktische Erfahrung zum Themengebiet weiterführend verwertet werden können und wie es dem Netzwerk  gelingen kann, zielgruppenwirksame Akteursqualitäten in einem bestimmten thematischen Bereich herauszubilden.

Leitung/Moderation:
Henning, Groscurth, Hochschule Heilbronn
Rolf Thum, Koordinierungsstelle FuE Baden-Württemberg

Beiträge durch:
Henning Groscurth, Hochschule Beilbronn
Rolf Thum, Koordinierungsstelle FuE Baden-Württemberg

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen, Mitarbeiter/innen des Wissenschafts- und Forschungsmanagements, der Hochschulentwicklungsabteilungen, der Hochschulforschung

Ziele:  

  • thematische Konkretisierung, Meinungsbildung, Austausch Bester Praxen, Bildung einer AG, kompakte Verschriftlichung und Publikation im Portal

Workshop XI: Forschungsmarketing – Facetten eines an Bedeutung gewinnenden Handlungsfelds

I. Verbundprojekt Internationales Forschungsmarketing – Aktivitäten, Instrumente, Beteiligungsmöglichkeiten

Nach sechs Jahren Verbundprojekt zum Internationalen Forschungsmarketing bereiten sich die DFG und ihre Partnerinstitutionen, die AvH, die FhG und der DAAD auf eine neue Förderphase vor, die, wenn das BMBF wieder Mittel zur Verfügung stellt, im April 2016 beginnen soll. Unter der Marke „Research in Germany“ wurden bisher u.a. Social Media Plattformen aufgebaut, gemeinsame Auftritte auf internationalen Fachtagungen professionalisiert, Wettbewerbe für Forscher-Alumni, „German High Tech Champions“ und zum „Internationalen Forschungsmarketing“ ausgerichtet sowie Informations- und Pressereisen veranstaltet.
Welche Perspektiven für das internationale Forschungsmarketing sind für die folgenden Jahre geplant? Welche Rolle werden Universitäten und außeruniversitäre Einrichtungen spielen? Welche Aufgaben kommen damit nicht zuletzt auch auf die universitäre Forschungsadministration zu?

Moderation: Paul Winkler, Universität Göttingen

Beiträge durch:
Annina Lottermann
Vera Pfister
Gernot Gad (alle DFG Bonn)

II. Hochschulperspektiven: Forschungsmarketing als Marketing für die Hochschule

Forschungsmarketing ist noch nicht an allen deutschen Hochschulen etabliert. Teilweise wird der Nutzen bezweifelt und der Sinn von klassischen Marketinginstrumenten für ein spezifisches Forschungsmarketing angezweifelt. Andererseits macht der Kampf um internationale Verbünde und der Bedarf an Drittmitteln eine strategische Fokussierung und Werbung unabdingbar. Welche Perspektiven, Anreize und Herausforderungen gibt es für die strategische Profilbildung an einzelnen Hochschulen? Welche Erfahrungen gibt es mit Instrumenten der Erfolgsmessung?

Beiträge durch:
Andreas Bergner, Universität Potsdam
Andreas Archut, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen mit Tätigkeitsschwerpunkten in den Bereichen Forschungsmarketing, Strategie und Planung, Internationales, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Werbung und Marketing

Ziele:  

  • Diskussion und Erfahrungsaustausch zum Thema Forschungsmarketing
  • Information zu den DFG-Instrumenten im Rahmen des Internationalen Forschungsmarketings

Workshop XII: Verhandlungsmanagement für Vertragsverhandlungen

Verhandlungen spielen in nahezu jeder beruflichen Situation eine entscheidende Rolle. Für Forschungsreferent/innen stehen dabei vielseitige und unterschiedliche Verhandlungssituationen, wie bspw. die Verhandlungen mit Drittmittelgebern, mit der Verwaltung oder aber den Professor/innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen an Universitäten an.

Erfolgreich Verhandlungen zu führen ist dabei kein Zufallsprodukt, sondern kann systematisch erlernt werden. Wie ein professioneller Vorhandlungsansatz aussieht und welche Tools er enthält, soll in diesem Workshop an ausgewählten Beispielen gezeigt und erprobt werden.

Leitung/Moderation:
Professorin Uta Herbst, Universität Potsdam

Beiträge durch:
Maximilian Ortmann, Universität Potsdam

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen, Technologietransfermanager/innen, Verwaltungsmitarbeiter/innen

Ziele:  

  • Die Teilnehmer/innen lernen die Phasen eines systematischen Verhandlungsmanagements kennen.
  • Die Teilnehmer/innen lernen in einem realitätsnahen Verhandlungsfall ausgewählte Tools des Verhandlungsmanagements richtig einzusetzen und ihren Auswirkungen einzuschätzen
  • Die Teilnehmer/innen lernen in einem realitätsnahen Verhandlungsfall ausgewählte Tools des Verhandlungsmanagements richtig einzusetzen und ihren Auswirkungen einzuschätzen

Workshop XIII: Auf der Zielgeraden zur Professur? - Teil II: Podiumsdiskussion zu aktuellen Entwicklungen aus hochschulpolitischer und förderstrategischer Sicht

In der aktuellen hochschulpolitischen Debatte erfährt das Thema Karriereverläufe junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besondere Aufmerksamkeit: Bund, Länder sowie Wissenschaftsorganisationen fordern transparente und planbare Karrierewege. Der Status quo sowie die geplanten Maßnahmen (Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, Weiterführung der Exzellenzinitiative) aus Sicht der Entscheidungsträger und Ministerien sollen in der Diskussion mit den aktuellen Förderstrategien für junge Wissenschaftler/innen zwischen Ruf und akademischem Prekariat der großen Fördergeber, wie z.B. DFG und VW-Stiftung, zusammengeführt werden.

Die Podiumsdiskussion ist der zweite Teil der Veranstaltung „Auf der Zielgeraden zur Professur?“. Im ersten Teil am Donnerstag, 18.02.2015 (Workshop I), soll anhand der intensiven Auseinandersetzung mit zwei konkreten Förderprogrammen für den akademischen Nachwuchs auf der Zielgeraden zur Professur die Basis für die Podiumsdiskussion des Themas aus hochschulpolitischer und förderstrategischer Sicht gelegt werden.

Leitung/Moderation:
Frank Krüger, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Karolin Schmidt, Universität Hamburg
Judith Theben, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Beiträge durch:
Sabine Behrenbeck, Wissenschaftsrat
Henrike Hartmann, VolkswagenStiftung
Armin Krawisch, DFG
Henning Rockmann, Hochschulrektorenkonferenz

Moderation: Armin Himmelrath

Zielgruppe:
Wissenschaftsmanager/innen, die zu Förderprogrammen zur Finanzierung von Professuren und Nachwuchsforschergruppen beraten. Wissenschaftsmanager/innen, die sich für die aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses interessieren.

Ziele:  

  • Diskussion der aktuellen hochschulpolitischen Debatte zu dem Thema wissenschaftlicher Nachwuchs
  • Verknüpfung mit den Förderstrategien der Fördergeber DFG und VolkswagenStiftung
  • Reflexion der Rolle der Forschungsreferenten/-manager/innen an zentraler Schnittstelle zwischen Förder- und Karriereberatung
  • Aus Sicht der Entscheidungsträger/Ministerien: Information über den Status quo sowie geplante zukünftige Entwicklungen

Workshop XIV: Forschungsberichterstattung, Kerndatensatz Forschung & Forschungsinformationssysteme

Welche Projekte werden zur Elektromobilität durchgeführt? Wie viele Publikationen und Promotionen resultieren aus geförderten Projekten? Welche Preise wurden in 2015 an die Hochschule vergeben? Angesichts dieser und vieler weiterer Fragen und Berichtspflichten sehen sich Hochschulen vor der Herausforderung, die hierfür benötigte Auskunftsfähigkeit her- und nachhaltig sicherzustellen.

Unter anderem hierdurch angetrieben, setzen sich Hochschulen und Forschungseinrichtungen zunehmend mit Fragen der strukturierten Erfassung von Berichterstattung zu Forschungsaktivitäten und -ergebnissen auseinander und führen hierzu als Dokumentations-und Berichtswerkzeuge sog. Forschungsinformationssysteme ein. Desweitern sind mit der Empfehlung der Spezifikation des Kerndatensatz Forschung, die voraussichtlich Gegenstand der Wintersitzung 2016 des WR sein wird, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgerufen, diese umzusetzen und zu leben.

Im Rahmen des Workshops werden Sie einen grundlegenden Einblick in die Systematik des Kerndatensatz Forschung sowie von Forschungsinformationssystemen bzw. –systemlandschaften erhalten. Weiterhin werden Herausforderungen und Ansätze für die Umsetzung des Kerndatensatzes sowie der ggf. damit verbundenen Einführung von Forschungsinformationssystemen erarbeitet.

Leitung/Moderation:
Sebastian Herwig, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Beiträge durch:
Sophie Biesenbender – Deutsches Zentrum für Wissenschafts- und Hochschulforschung (DZHW)

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen mit Bezug zu Themen wie Hochschulplanung, Berichtswesen, Forschungsberichterstattung, Forschungsdokumentation

Ziele:

  • Sie erlangen einen Überblick über die Systematik, Funktionsweise und Nutzungspotenziale des Kerndatensatz Forschung.
  • Sie erhalten grundlegende Hinweise und Anregungen für die Umsetzung des Kerndatensatz Forschung in Ihrer Einrichtung und zu damit womöglich verbundenen Herausforderungen.
  • Sie erhalten einen grundlegenden Überblick zu Anwendungsbereiche und Gestaltungsformen von Forschungsinformationssystemen und inwiefern diese zur Umsetzung des Kerndatensatz Forschung beitragen

Workshop XV: Forschungsnahe Transferstrukturen als Brücke zur Wirtschaft

Der Professionalisierung des Wissens- und Technologietransfers (WTT) aus der öffentlichen Forschung wird aktuell von allen Stakeholdern besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In der Regel ist das eine besondere Herausforderung, da häufig Verwertungsaspekte in der Forschungsplanung nur nachrangig behandelt werden und die Wissenschaftsverwaltung die Erfordernisse eines erfolgreichen Transfermanagement nur ungenügend abbildet.
Die Ausgründung eines Unternehmens mit spezifischen Technologietransferaufgaben kann hier ein effektives und effizientes Instrument sein. Im Projekt TMod konnten Erfolgsmodelle und -faktoren für eine derartige Struktur durch eine Analyse ausgegründeter WTT-Dienstleister unterschiedlicher Forschungseinrichtungen im In- und Ausland identifiziert werden.

Nach einer einführenden Problembeschreibung wird in dem Workshop mit den Erfahrungen der Teilnehmer/innen eine allgemeine Stärken-Schwächen-Analyse für Strukturkonzepte eines erfolgreichen Technologietransfers aus der öffentlichen Forschung entwickelt.

Abschließend werden die notwendigen Schritte zur Etablierung einer eigenständigen Struktureinheit als Transferdienstleister für die öffentliche Forschung erläutert.

Leitung/Moderation:
Ingo Kapp, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam
Michael Astor, Prognos AG, Düsseldorf

Beiträge durch:
Martin Otto, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam
Alexandra Scherer, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam

Zielgruppe:
Technologietransferverantwortliche aus akademischen Einrichtungen/ Transferdienstleister/ Drittmittelverantwortliche

 Ziele:

  • Identifikation von Best Practices in Fallstudien
  • Kritische Beleuchtung von Effektivität und Wirksamkeit bestehender Strukturen
  • Entwicklung neuer Optionen für die Professionalisierung des Technologietransfers

Workshop XVI: US-amerikanische Forschungsförderung – Erfahrungsaustausch zu Antragstellung und Projektmanagement

Durch die wachsende Internationalisierung der deutschen Wissenschaftslandschaft steigt das Interesse hier tätiger Wissenschaftler/innen an außereuropäischen Förderern wie NIH oder NSF. Bei der Antragstellung sowie beim Projektmanagement treten oftmals unerwartete administrative Hürden und rechtliche Unsicherheiten auf: Registrierung bei diversen Online-Portalen, das Ausfüllen umfangreicher Formulare, Bestätigungen von Regelungen und Richtlinien, deren Konsequenzen schwer abzuschätzen sind usw.

In diesem Workshop stehen Erfahrungen mit US-amerikanischen Förderern im Fokus. Nach dem Impulsvortrag sollen anhand von Beispielen mögliche Probleme aufgezeigt und gemeinsame Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Teilnehmer/innen haben die Gelegenheit, ihre aktuellen offenen Fragen in der Runde zu besprechen (nehmen Sie bitte dazu bis spätestens 12.02.2016 Kontakt mit Claudia Niggebrügge (claudia.niggebruegge@fu-berlin.de) auf).

Langfristig soll ein neues Forum oder ein Arbeitskreis bei Forschungsreferenten.de entstehen, in dem wir weitere Erfahrungen mit US-amerikanischen und anderen außereuropäischen Förderern besprechen können; bei Interesse können auch regelmäßige Treffen organisiert werden.

Leitung/Moderation:
Claudia Niggebrügge, Freie Universität Berlin
Regina Notz, EU Grants Access Zürich
Petra Skalecki, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Angela Supplitt, Eberhard Karls Universität Tübingen

Beiträge durch:
Regina Notz, EU Grants Access Zürich