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Jahrestagung

Themen der Workshops I - VIII (am 18.02.2016)

Workshop I: Auf der Zielgeraden zur Professur? - Teil I: Förderung am Beispiel von Heisenberg- und Freigeist-Programm

Für promovierte Wissenschaftler/innen, die eine akademische Karriere anstreben, ist es zunehmend wichtiger, Drittmittel für die eigene Stelle einzuwerben. Auf der Zielgeraden zur Professur stehen hierfür bei den großen nationalen Förderorganisationen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Neben Programmen zur Finanzierung einer Nachwuchsforschergruppe (z.B. Freigeist | VolkswagenStiftung) gibt es Programme zur An-Finanzierung einer Professur (z.B. Heisenberg | DFG). Im Workshop sollen mit dem Freigeist- und dem Heisenberg-Programm zwei Förderformate, die zur Berufungsfähigkeit bzw. zur Berufung führen, vorgestellt werden. Es besteht die Gelegenheit, mit den fachlich zuständigen Ansprechpartnern/innen der Fördergeber (DFG, VolkswagenStiftung) ins Gespräch zu kommen. Diskussionsbeiträge durch die teilnehmenden Forschungsreferent/innen, die Best Practices, aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung und Passfähigkeit zu vorausgehenden und anschließenden Karriereschritten zum Thema haben, sind hoch willkommen.

Der Workshop ist der erste Teil der Veranstaltung „Auf der Zielgeraden zur Professur?“, in dem durch die intensive Auseinandersetzung mit konkreten Förderprogrammen für den wissenschaftlichen Nachwuchs die Basis für die Diskussion des Themas aus hochschulpolitischer und förderstrategischer Sicht im zweiten Teil der Veranstaltung gelegt wird (Freitag, 19.02.2015, Workshop XIII).

Leitung/Moderation:
Dr. Frank Krüger, Freiburg Research Services, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Karolin Schmidt, Forschung und Wissenschaftsförderung, Universität Hamburg
Dr. Judith Theben, Freiburg Research Services, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Beiträge durch:
Paul Heuermann, DFG
Dr. Johanna Brumberg, VolkswagenStiftung

Zielgruppe:
Wissenschaftsmanager/innen, die zu Förderprogrammen zur Finanzierung von Professuren und Nachwuchsforschergruppen beraten.

Ziele:

  • Vermittlung des aktuellen Stands der Fördermöglichkeiten bei verschiedenen Fördergebern
  • Möglichkeit, mit Vertretern der Fördergeber (DFG und VolkswagenStiftung) in Kontakt zu kommen
  • Diskussion zur Umsetzung und Machbarkeit der vorgestellten Förderprogramme (rechtliche Rahmenbedingungen vor Ort/Status des/der Geförderten, Nachhaltigkeitsfragen, Kompatibilität zu anderen Förderprogrammen und Karriereschritten)

Workshop II: Förderausschreibungen – Informationsfluss an der Hochschule

Der Workshop ist in drei Bereiche gegliedert, die Förderbekanntmachungen, Fördermittelrecherche und Informationskanäle an den Hochschulen und Instituten. Einführend wird ein Impulsreferat zur Unterstützung der Fördermittelrecherche durch die Förderberatung des Bundes stattfinden. Im zweiten Schritt werden ausgewählte Expert/innen „Best Practice“ Beispiele vorstellen, wie in Ihren Institutionen Fördermittelrecherchen durchgeführt, welche Informationskanäle genutzt und anschließend verarbeitet werden. Die Diskussion im Anschluss soll auch über die Möglichkeiten der frühzeitigen Information zu Förderbekanntmachungen beitragen. Die hausinternen Informationskanäle sollen in einer offenen Diskussion erarbeitet werden – wie erreiche ich die Wissenschaftler/innen, die Professor/innen. Welche Medien werden bedient etc. Wie spiegelt sich der Erfolg von Anträgen wider?

Leitung/Moderation:
Hedwig Maurer, FH Landshut
Michael Krappmann, FH Weihenstephan-Triesdorf

Beiträge durch:
Dr. Ricarda Rieck, Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes
Martina Hagen; Universität Magdeburg
Andreas Kaufmann; Fraunhofer Zentrum für Bautechnik, Rosenheim
Hedwig Maurer und Michael Krappmann; FH Landshut bzw. FH Weihenstephan-Triesdorf

Zielgruppe:
Forschungsreferenten mit Schwerpunkt Fördermittelberatung

Ziele:

  • Best Practice Beispiele zu Fördermittelrecherchen
  • Erhöhung der Erfolgsquote von Anträgen
  • Tipps für die praktische tägliche Arbeit

Workshop III: Professionalisierung durch Dokumentation: Elektronische Drittmittelakte

Drittmittelmanagement ist Schnittstellenmanagement. Beteiligt sind neben den wissenschaftlichen Projektleiter/innen die Forschungsförderung und die Drittmittelverwaltung sowie auch Personalverwaltung, Einkauf, Gebäudemanagement und weitere. An vielen Hochschulen ist daher die Einführung einer elektronischen Drittmittelakte in Planung, um den Beteiligten Dokumente und Informationen rascher zur Verfügung stellen zu können.

Vor der Einführung gibt es Vieles zu bedenken: In welcher Phase eines Drittmittelprojekts soll die Akte angelegt werden? Soll ein Workflowmanagement integriert werden? Sollen die wissenschaftlichen Projektleiter/innen einbezogen werden? Welche IT-Anbieter kommen in Frage?

Anhand von Erfahrungsberichten werden diese und weitere Fragen diskutiert und unterschiedliche Lösungen an Hochschulen vorgestellt.

Leitung/Moderation:
Dorothea Uhle, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Beiträge durch:
Engelbert Habekost, Servicezentrum Forschung, Humboldt-Universität zu Berlin
Dimitrij Weingart, Forschungsdezernat, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen mit Interesse für elektronische Aktenführung

Ziele:

  • Vermittlung von Überblickswissen zum Thema elektronische Drittmittelakte
  • Darstellung von möglichen Ausgestaltungen an Hochschulen
  • Bereitstellung von Entscheidungshilfen im Vorfeld einer Einführung

Workshop IV: Informationsangebote der Verwaltung an die Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Veranstaltungsformate an Hochschulen

Zur Weitergabe wichtiger Förderinformationen, zur Vermittlung von methodischen Qualifikationen oder zur Beratung auf Augenhöhe gibt es zahlreiche Informationsangebote im Rahmen der serviceorientierten Dienstleistungen der Forschungsförderung. Der Austausch über Informationsangebote, v.a. Veranstaltungsformate und auch die Entwicklung neuer Angebote, die im Nachgang zum Workshop in 2015 ausprobiert worden sind, werden daher Themen des Workshops sein. Fortführend und ergänzend zum Workshop in 2015 soll in diesem Jahr ein Schwerpunkt auf Informationswegen zwischen Verwaltung und Wissenschaft liegen. Welche unterschiedlichen Erfahrungen gibt es? Wovon kann man lernen? Was könnte man an seiner eigenen Hochschule verbessern? Was sollte man besser vermeiden?

Leitung/Moderation:
Christine D. Schmidt und Martina Oemus, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Beiträge durch:
N.N.

Zielgruppe:
Forschungsreferent/innen aller Institutionen, die mit der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen beauftragt sind.

Ziele:

  • Austausch über funktionierende Veranstaltungsformate
  • Fehleranalyse für „misslungene“ Veranstaltungsformate
  • Austausch über Informationswege in den Einrichtungen

Workshop V: Wie entstehen Förderprogramme? Das Beispiel der BMBF-Fachprogramme

Förderprogramme fallen nicht vom Himmel. Ihre inhaltliche Ausrichtung entspringt einem längeren Prozess, bei dem verschiedene Akteur/innen mitwirken: die Wissenschaftler/innen selbst, künftige Anwenderinnen und Anwender (insbes. Unternehmen), Verbände und Interessensgruppen (NGOs, Kirchen, Träger der Sozialarbeit usw.) sowie Entscheidungsträger/innen in der Politik. Der Referent, Herr Dr. Nitze vom BMBF, wird am Beispiel der BMBF-Fachprogramme die Grundzüge erläutern, wie die Förderprogramme und konkrete Ausschreibungen zustande kommen. In der darauf folgenden Diskussion soll geklärt werden, wie die Forschungsreferate als Interessensvertreter der Wissenschaft solche Prozesse unterstützen können.

Leitung/Moderation:
Rolf Thum, Hochschule Mannheim

Beiträge durch:
Konstantin Nitze, LL.M., Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, Referat 121 - Strategie

Zielgruppe:
Alle, die sich für die Genese von Förderprogrammen interessieren und die für sich ausloten wollen, inwieweit sie bei diesem Prozess mitwirken können.

Ziele:

  • Information über die Entstehung der Fachprogramme des BMBF
  • Diskussion mit dem Vertreter des BMBF und untereinander zu den Möglichkeiten der Mitwirkung bei der Programmgenese
  • Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen in einem Kurzprotokoll

Workshop VI: Forschungsdatenmanagement in DFG-Anträgen – was kann, was soll, was muss beschrieben werden?

Ein effektiver Umgang mit einer stetig wachsenden Menge an Forschungsdaten wird im digitalen Zeitalter immer wichtiger. Wie viele andere Forschungsförderer verlangt die Deutsche Forschungsgemeinschaft in zunehmenden Maße, dass in Anträgen auf Fördermittel Angaben zum beabsichtigten Umgang mit Daten gemacht werden, die voraussichtlich in den betreffenden Projekten anfallen und somit gespeichert, verarbeitet und aufbewahrt werden müssen. Für die antragstellenden Forschenden aber auch für die beratenden Forschungsreferentinnen und –referenten ist aber häufig unklar, wie genau die Erwartungshaltung der DFG ist und inwieweit der Detailgrad dieser Angaben Einfluss auf die Begutachtung der Anträge hat.

In diesem Workshop werden zunächst in einem Kurzvortrag aus Sicht eines Forschungsreferenten bestehende Unklarheiten angesprochen und Fragen an die DFG aufgeworfen. Anschließend wird eine Vertreterin der DFG den derzeitigen Diskussionsstand innerhalb der DFG erläutern und dabei auf die bestehenden Fragen eingehen. Danach soll eine offene Plenumsdiskussion stattfinden, in der alle Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen einbringen sowie weitere Fragen stellen können.

Leitung/Moderation:
Katja Hartig, DFG
Volker Soßna, Leibniz-Universität Hannover

Beiträge durch:
Katja Hartig, DFG
Volker Soßna, Leibniz-Universität Hannover

Zielgruppe:
Forschungsreferentinnen und –referenten, zu deren Tätigkeitsbereich die Beratung von Forschenden zu DFG-Anträgen gehört.

Ziele:

  • Zusammenfassung des Ist-Standes bei Angaben zum Forschungsdatenmanagement in DFG-Anträgen und deren Bedeutung für die Begutachtung
  • Benennung offener Fragen und Wünsche gegenüber der DFG
  • Ausblick auf vermutete Entwicklung im Bereich Forschungsdatenmanagement aus Sicht der DFG

Workshop VII: Entwicklung, Dynamisierung und Evaluation von universitären Forschungsprofilen

Quer zu ihrer traditionellen Gliederung in Fakultäten und zusätzlich zu Forschungseinrichtungen in Form von Instituten oder Zentren wurden in den letzten Jahren an zahlreichen Hochschulen interdisziplinäre Bereiche ausgeflaggt. In ihrem Zentrum stehen häufig Themen von gesellschaftlicher Relevanz, sogenannte „emerging fields“ oder auch fachliche Verbünde mit einem hohen thematischen Aggregationsgrad.

Sie werden als „Forschungsschwerpunkte“, oder „Profilfelder“ bezeichnet und umfassen nicht selten mehrere Dutzend interner und externer Arbeitsgruppen. Die institutionelle Bindung ist oftmals locker; ebenso ist die Kooperation der beteiligten Arbeitsgruppen unterschiedlich intensiv.

Wie aber entwickeln sich diese Gebilde, wie evaluiert man den Wert solcher Kooperationen für eine Hochschule im Hinblick auf die Frage, ob eine Hochschule eine Profillinie „einrichtet“, weiterführt oder einstellt? Sind alle Leistungsindikatoren für gute Forschung und Lehre relevant? Welche Rolle spielen die Aufgaben, die eine Hochschule für eine Region übernommen hat bzw. ihr von der Politik zugeschrieben werden? Wie verändern diese Schwerpunkte, Linien und Felder die traditionellen Strukturen von Hochschulen?

Leitung/Moderation:
Dr. Thomas Horstmann, Universität Leipzig

Beiträge durch:
Robert Debusmann, Universität Bayreuth
Oliver Locker-Grütjen, Universität Duisburg-Essen
Jörn Weinhold, HafenCity Universität Hamburg

Zielgruppe:
Mit Entwicklung von Profilfeldern beschäftigte Forschungsreferentinnen/-referenten

Ziele:

  • Die Verantwortung und die strategische Rolle von Forschungsreferent/innen bei Profilbildungsprozessen sollen umrissen und diskutiert werden.

Workshop VIII: Forschung und Ethik. Ein Thema für Forschungsreferent/innen?

Forschungsreferent/innen sind mittlerweile ein fester Bestandteil des drittmittelorintierten Forschungs- und Wissenschaftssystems. Auch wenn sie selbst nicht Teil der unmittelbaren Forschungsprozesse sind, übernehmen sie in diesem Kontext doch vielfältige Aufgaben, die sie letztlich mit den gleichen ethischen Fragen konfrontieren, wie die Forschenden.

Vor diesem Hintergrund soll in dem Workshop die Frage danach gestellt werden, ob und wenn ja, wie wir uns als eigenständige Akteur/innen innerhalb des Wissenschaftssystems zu dieser Thematik positionieren und verhalten wollen. Dabei soll nicht nur das eigene berufliche Handeln, sondern auch das Verhältnis von Forschung- und Verwaltungspraxis zum Gegenstand der Reflexion gemacht werden.

Leitung/Moderation:
Michael Bruch, Hochschule Bochum

Beiträge durch:
Michael Bruch, Hochschule Bochum

Zielgruppe:
Alle Interessierten

Ziele:

  • Eröffnung eines Austauschs und einer Diskussion über die Bedeutung von Ethik in der Forschung für die Berufspraxis von ForschungsreferentInnen