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Jahrestagung

Themen der Workshop I - VI am 19.2.2015

Workshop I: Professionalisierung durch Dokumentation: Geschäftsprozesse im Drittmittelmanagement
Die Aufnahme und Optimierung von Geschäftsprozessen spielt in der Forschungsförderung und der Drittmittelbewirtschaftung eine zunehmend wichtigere Rolle, sei es im Kontext allgemeiner Prozessorientierung in Hochschulverwaltungen oder im Kontext von konkreten Optimierungsprojekten. Was sollten wir als Mitarbeiter von Forschungs- bzw. Drittmittelabteilungen über Geschäftsprozessmanagement wissen? Welche Rolle können wir dabei spielen? Wann sind Prozessaufnahmen sinnvoll und wann nicht? Und welchen Nutzen haben Prozessdokumentationen für unsere Arbeit? In dem Workshop sollen Überlegungen und Erfahrungsberichte zu diesem Thema vorgestellt und diskutiert werden.

Leitung/Moderation:
Dorothea Uhle, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Beiträge durch:
Martina Schmette, Pädagogische Hochschule Schäbisch Gmünd
Holger Impekoven und Andrea Schöneberg, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Workshop II: Universitäre Forschungszentren und zentrale Forschungsadministration I: Natur- und Lebenswissenschaften
Wie und unter welchen Bedingungen kann ein Forschungszentrum im gesamtuniversitären Zusammenhang wissenschaftlich, organisatorisch und administrativ erfolgreich aufgebaut und langfristig betrieben werden und an welche Grenzen stoßen Universitäten dabei?  In der Praxis gibt es sehr unterschiedliche Lösungen, die Beziehung der Zentren zur Gesamtuniversität erfolgreich zu organisieren. In zwei eng verwandten Workshops schließen wir in Potsdam an eine vom Sprecherrat gemeinsam mit der VolkswagenStiftung im November 2014 in Herrenhausen durchgeführte internationale Tagung zu diesem Thema an und konzentrieren uns dabei auf die Frage nach der Beziehung von zentraler Forschungsadministration und den universitären Forschungszentren. Dabei wird zunächst ein prägnantes institutionelles Beispiel vorgestellt, dann kommentiert und eingeordnet. Der Workshop am Donnerstag befasst sich mit den Natur- und Lebenswissenschaften, der Workshop am Freitag mit den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Leitung/Moderation:
Henrike Hartmann, VolkswagenStiftung Hannover
Paul Winkler, Georg-August-Universität Göttingen
Thomas Horstmann, Universität Erfurt

Beiträge durch:
May-Britt Becker, Exzellenzcluster "CellNetworks", Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Rico Defila, Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität, Universität Basel
Oliver Locker-Grütjen, Universität Duisburg-Essen

Workshop III: Was tun wir eigentlich, wenn wir beraten? Hintergründe einer alltäglichen Praxis
Ziel des Workshops ist es, die Praxis des Beratens aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten: Was tun wir eigentlich, wenn wir Wissenschaftler/innen beraten? Welches Rollenverständnis, welche Wissensbestände, situativen Kontexte und kommunikativen Strategien wirken im Beratungsprozess zusammen?
Im ersten Teil des Workshops wird ein Kommunikationswissenschaftler zu Wort kommen, der die Interaktion in Beratungsgesprächen untersucht.
Im zweiten Teil sollen die wissenschaftlichen Perspektiven auf konkrete Beratungssituationen angewandt werden. Woraus ergeben sich die Asymmetrien und Konflikte, mit denen wir häufig in Beratungen zu kämpfen haben? Gibt es Prinzipien professionellen Beratens, die das Gelingen der Gespräche erleichtern können? Diese Fragen wollen wir mit Ihnen diskutieren.

Leitung/Moderation:
Astrid Urban, Universität Erfurt
Uli Rockenbauch, Freie Universität Berlin

Beiträge durch:
Werner Pfab, Hochschule Fulda
Astrid Urban, Universität Erfurt
Uli Rockenbauch, Freie Universität Berlin

Workshop IV: Brauchen wir eine Optimierung der Forschungsförderung? Für neue Lesarten und Ausgestaltungen von Qualitätsmanagement
Optimierungsansprüche und Qualitätsmanagement umfassen an den Hochschulen nicht nur Studium und Lehre, sondern auch Forschung und die hochschulinternen Prozesse der Forschungsförderung. Es gibt an den Hochschulen bislang kaum explizite Qualitätskonzepte in der Forschungsförderung – Bedarf scheint hier jedoch aus verschiedenen Gründen zu bestehen. Im Workshop soll diskutiert werden, welche Formen der Forschungsförderung zu einer Entwicklung einer Forschungskultur beitragen, die von Wissenschaft und Verwaltung gleichermaßen getragen wird. Dies wird u.a. am Beispiel des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Verbundprojekts „Werkstatt: Qualität in der Forschung – Optimierung der Unterstützungs- und Dienstleistungsprozesse“ (QuiF) illustriert.

Leitung/Moderation:
Sarah Weber, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Projektkoordination QuiF

Beiträge durch:
Stefanie Fächner, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
Viktoria Ilse, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Workshop V: Verwertungspläne – von der Antragstellung bis zur Umsetzung
Öffentliche Förderer, insbes. die Bundesministerien, verlangen in zunehmendem Maße Verwertungspläne von den Wissenschaftlern. Somit besteht bereits bei der Planung von Projekten und der Antragstellung die Notwendigkeit, die Verwertungsmöglichkeiten für die zu erwartenden Ergebnisse konkret zu benennen. Im Verlauf eines Projektes und schließlich nach dessen Abschluss sind die Wissenschaftler gehalten, die Realisierung der Verwertungspläne zu überprüfen und dazu Stellung zu beziehen. Was aber geschieht, wenn sich Verwertungspläne nicht umsetzen lassen? Nehmen die Förderer auf die Umsetzung Einfluss? Welche Aufgaben stellen sich in diesem Zusammenhang den Forschungsreferaten und Transferstellen? Welche Erfahrungen liegen vor?

Leitung/Moderation:
Rolf Thum, Hochschule Mannheim
Kerstin Rötzler, Universität Jena

Beiträge durch:
Johanna Schanz, Leibniz Universität Hannover und Andreas Burger, Hochschule Konstanz
Klaus-Rüdiger Sprung, AiF Projekt GmbH Berlin

Workshop VI: Leistungen der HAW: Lehre, Forschung, Transfer und mehr!?
Neben der Lehre engagieren sich Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) auch in der Forschung. Die Forschungsvorhaben unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausgestaltung oft von der an Universitäten und sind zum Teil auch mit weiteren Aktivitäten verknüpft, die unter den Begriff „Third Mission“ gefasst werden können, wie z.B. Wissens- und Technologietransfer oder auch zivilgesellschaftliches Engagement.
Mit dem BMBF-geförderten Forschungsprojektes „FIFTH - Facetten von und Indikatoren für Forschung und Third Mission an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ hat das CHE Centrum für Hochschulentwicklung eine Übersicht der Leistungen der HAW im Bereich Forschung und Third Mission und eine erste Zusammenstellung der Hemmnisse und Fördermöglichkeiten für die Ausweitung dieser Aktivitäten erarbeitet.
Im Workshop werden die ersten Projektergebnisse vorgestellt und weiterführende Fragen diskutiert. Beispielsweise:

  • Wie kann Forschung und Third Mission hochschulintern befördert werden?
  • Welche Hemmnisse bestehen und wie können diese abgebaut werden?

Die Ergebnisse des Workshops sollen in das FIFTH-Projekt und resultierende Veröffentlichungen einfließen.

Beiträge durch:
Isabel Roessler, CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Cort-Denis Hachmeister, CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Moderation:
Daniel Stietenroth