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Jahrestagung

Workshops VII- XII am Freitag, den 21.2.2014

Workshop VII: Neue organisatorische Strukturen in der Forschungsadministration als Arbeitsumfeld
Science Support Centers, Dezernate für Forschungsmanagement u.a. – die Forschungsadministration wird aktuell an vielen bundesdeutschen Hochschulen neu aufgestellt. Der Workshop fragt danach: Wie sind solche neuen Organisationseinheiten im Detail strukturiert? Wie funktionieren sie als Arbeitsumgebung, d.h. wie arbeitet es sich als Forschungsreferent in diesen neuen Einheiten? Was ist anders als in den gewohnten organisationalen Strukturen? Und welche Erwartungen haben die Leiter/innen dieser Einheiten an ihre Mitarbeiter? Vorgestellt werden von ihren jeweiligen Leitungen: (1) ein universitärer Science Support Center, (2) ein reformiertes universitäres Forschungsdezernat und (3) ein neu aufgebauter Forschungsservice an einer Hochschule für angewandte Wissenschaft.

Leitung: Thomas Horstmann, Erfurt und Oliver Locker-Grütjen, Duisburg-Essen

Beiträge durch:
Markus Menkhaus-Grübnau, Referent Forschung und Transfer/persönlicher Referent des Vizepräsidenten, Hochschule Niederrhein
Ingmar Schmidt, Geschäftsführender Direktor des Servicezentrums Forschung der HU Berlin

Workshop VIII: Kollegiale Beratung
Kollegiale Beratung ist ein systematisches Beratungsgespräch, in dem Kollegen sich nach einer vorgegebenen Gesprächsstruktur wechselseitig zu beruflichen Fragen und Schlüsselthemen beraten und gemeinsam Lösungen entwickeln. Kollegiale Beratung findet in Gruppen von sechs bis neun Mitgliedern statt, die im regelmäßigen Abstand zusammen kommen. Teilnehmer tragen dabei ihre Praxisfragen, Probleme und „Fälle“ vor. Mittels der Kollegialen Beratung können beispielsweise schwierige Beratungssituationen mit Wissenschaftlern reflektiert werden, Teamsituationen betrachtet werden oder die eigene Rolle „zwischen Hochschulleitung und Wissenschaftlern“ bewusst in den Blick genommen werden. In diesem Workshop laden wir dazu ein, die Kollegiale Beratung kennenzulernen. Nach einer theoretischen Einführung wird die kollegiale Beratung in kleinen Gruppen erprobt. Am Schluss werden die 2013 entstandenen regionalen Gruppen, die sich regelmäßig zur Kollegialen Beratung treffen, vorgestellt.

Leitung: Imke Fries, Bremerhaven und Dagmar Stockfisch, Mainz

Workshop IX:  Bewertung und Steuerung von Forschung: Was heißt und zu welchem Ende bewertet man Forschungsleistung? Die organisationale Perspektive
Während Publikationsleitungen und Drittmittelquoten von nahezu allen Forschungsreferenten/innen als zentrale Indikatoren für Forschungsleistung herangezogen werden, ist die Frage nach der Bewertung von Forschungsstrukturen und der Wirkung von ebendiesen Bewertungen noch weitgehend unerforschtes Terrain. Die zentralen Fragen lauten dabei: Wie komme ich zu und wie bewerte ich forschungspolitische Strukturentscheidungen? Die Bewertung von Forschungsleistungen außerhalb von bibliometrischen oder szientometrischen Fachdiskursen hat ja zumeist diesen forschungspolitischen Beigeschmack, der mehr oder weniger explizit kommuniziert (oder auch verleugnet) wird.  Anhand der Evaluationspraxis der Leibniz-Gemeinschaft soll erstens ein Einblick in die Verfahren und Auswirkungen der regelmäßigen Evaluationen der Leibniz-Institute gegeben werden. Zweitens wird aus einer wissenschaftssoziologischen Perspektive die Frage nach den institutionellen Auswirkungen von Evaluierungen gestellt werden. 

Leitung: Robert Fischer, Erlangen-Nürnberg und Barbara Schwerdtfeger, Osanbrück

Beiträge durch:
Verena Kremling, Leibniz Gemeinschaft
Dagmar Simon, Wissenschaftszentrum Berlin

Workshop X: Forschungsdatenmanagement – Institutionelle Konzepte an Hochschulen
„Daten sind das neue Erdöl!“ -  Das Thema Forschungsdatenmanagement gewinnt weiter an Bedeutung. Doch welche Aufgabe kommt der Hochschule als Institution zu? Wie viel unterstützende Funktionen (Beratung, technische Infrastruktur) sollten zentral bereitgestellt werden? In Großbritannien positionieren sich die Universitäten deutlich, aber auch in Deutschland gehen immer mehr Universitäten das Thema aktiv an.
Das Thema wird gerade umso aktueller als dass in Horizon2020 Datenmanagamentpläne Teil des Antrags sind und auch in die Bewertung einfließen. Auch die DFG hat ihren Leitfaden für die Sachbeihilfe erneut an diesem Punkt im November 2013 überarbeitet. Welche Beratungsleistungen oder Infrastrukturleistungen werden also benötigt, um als Universität weiter wettbewerbsfähig zu bleiben?
Im Workshop soll über diese Aktivitäten und die Herausforderung der Umsetzung von Beratungs- und Infrastrukturkonzepten berichtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt in der Diskussion soll darauf liegen, wie die Schnittstellen Forschungsservice, Rechenzentrum und Bibliothek hier gut zusammenwirken können. Mehr Informationen zu den institutionellen Konzepten, die im Workshop vorgestellt werden, sind u.a. unter folgenden Links zu finden: Umfrage zum Datenmanagement an der HU Berlin
http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?id=40341
Forschungsdatenmanagement an der Universität Bielefeld
http://data.uni-bielefeld.de/de

Leitung: Reingis Hauck, Hannover

Beiträge durch:
Elena Simukovic, Humboldt Universität zu Berlin
Johanna Vompras, Universität Bielefeld 

Workshop XI:  F&E-Verträge und Trennungsrechnung – notwendiges Übel oder Gefahr verdeckter Beihilfen?
Vollkostenrechnung und Trennungsrechnung steht im Spannungsfeld zwischen Beihilferecht und öffentlicher Projektförderung. Was ist bei Forschungskooperationen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit der Industrie zu beachten? Welche Besonderheiten ergeben sich beihilferechtlich im Rahmen von Technologietransfer? Darf ich Schutzrechte im Rahmen von Verträgen einfach dem Industriepartner übereignen? Wie unterscheide ich sicher zwischen wirtschaftlicher und nicht-wirtschaftlicher Tätigkeit? Welche Auswirkungen hat die Einführung einer Trennungsrechnung auf die Organisationsentwicklung einer Hochschule?

Leitung: Wolfgang Alversammer, Rosenheim und Andreas Bohlen, Potsdam

Beiträge durch:
Dörte Nielandt, Referat EA6 – Beihilfenkontrollpolitik, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin
Matthias Richter, Fachhochschule Brandenburg, Technologieberater

Workshop XII: Anforderungen an Forschungsinformationssysteme
Forschungsinformationssysteme (FIS) sind Werkzeuge, mit denen Einrichtungen Informationen zu Ausstattung und Leistungen in der Forschung dezentral erheben und zentral verfügbar halten. Im Vorfeld müssen die Anforderungen an das zu entwickelnde bzw. zu beschaffende System identifiziert und (etwa in einem Pflichtenheft) definiert werden. Der Workshop soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Eindruck praktischer Vorgehensweisen, aber auch der Fallstricke bei der Erstellung eines Anforderungskatalogs vermitteln.

Leitung: Barbara Ebert, Lüneburg und Daniel Müller, Hagen

Beiträge durch:
Mathias Riechert, ifQ Berlin