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Jahrestagung

Themen der Workshop I - VI am 20.2.2014

Workshop I: Kooperationen zwischen verschiedenen Hochschularten – Anforderungen an die Forschungsreferate

Kooperationen zwischen verschiedenen Hochschularten wie z.B. zwischen Universitäten und Fachhochschulen/Hochschulen für Angewandte Wissenschaften nehmen quantitativ und qualitativ zu, beispielsweise mit gemeinsamen Lehrstühlen, Doppelberufungen von Professoren, gemeinsamen Instituten, kooperativen Promotionskollegs, Vereinbarungen auf Fakultäts- und Leitungsebene. Was bedeutet das für die Forschungsreferate? Müssen sich diese in die jeweilige Denk- und Funktionsweise der Partnereinrichtungen einarbeiten? Bedarf es sogar neuer Strukturen? Diesen Fragen wollen wir anhand einiger Beispiele aus der Praxis nachgehen.

Leitung: Daniel Stietenroth, Bochum und Rolf Thum, Mannheim

Beiträge durch:
Sonja Gwinner M.A., Forschungsreferentin an der Hochschule München
Astrid Rau, Abteilung Forschung und Technologietransfer, Universität Ulm

Workshop II: Die Fachkollegien der DFG: Struktur und Funktion
In den Fachkollegien der DFG werden die Förderanträge wissenschaftlich fachspezifisch aber nach vergleichbaren Kriterien bewertet. Die Entscheidungsempfehlungen der Fachkollegiatinnen und Fachkollegiaten dienen den zuständigen Gremien der DFG zur abschließenden Förderentscheidung. Zusätzlich beraten die Fachkollegien die sonstigen Gremien der DFG in strategischen Fragen. In diesem Workshop werden Struktur und Funktion der Fachkollegien vorgestellt und zusammen mit Fachkollegiaten über die Arbeit diskutiert. Die Teilnehmer erhalten konkrete Einblicke in die Vorgehensweisen der Fachkollegien und somit in die Begutachtungs- und Entscheidungsprozesse innerhalb der DFG.

Leitung: Barbara Schwerdtfeger, Osnabrück

Beiträge durch:
Robert Paul Königs, DFG
Gisbert Fanselow, Universität Potsdam,  DFG-Fachkollegium Sprachwissenschaften
Norbert Gronau, Universität Potsdam, DFG-Fachkollegium Produktionstechnik

Workshop III: Originalität und Wissenschaft
Was ist ein origineller Antrag, was ist originelle Forschung und nach welchen Kriterien wird dies beurteilt? Der Druck, Drittmittel einzuwerben nimmt ständig zu und in vielen Fällen werden „Originalität“, „Risiko“ oder auch „Interdisziplinarität“ als wesentliche Kriterien für einen erfolgreichen Antrag angesehen. Doch was bedeutet dies? Gibt es hier allgemeingültige Definitionen oder muss dies doch für die unterschiedlichen Fachgebiete differenziert betrachtet werden? In diesem Workshop sollen grundlegende Überlegungen hierzu vorgestellt werden. Gleichzeitig werden ergänzend Erfahrungen der VolkswagenStiftung, z. B. im Zusammenhang mit der Begutachtung von Anträgen in unterschiedlichen Förderinitiativen präsentiert und diskutiert.

Leitung: Paul Winkler, Göttingen

Beiträge durch:
Henrike Hartmann, Leiterin Förderteam Personen und Strukturen, VolkswagenStiftung
Oliver Grewe, Förderreferent, Förderteam Herausforderungen – für Wissenschaft und Gesellschaft, VolkswagenStiftung

Workshop IV: Schutzrechtsverwertung am Scheideweg – brauchen Hochschulen Patente?
Seit dem Fall des Hochschullehrerprivilegs im Jahre 2002 waren Hochschulen mit der Aufgabe konfrontiert, die Erfindungen ihrer Angestellten zu prüfen, Patente anzumelden und diese zu verwerten. Externe Patentverwertungsagenturen (PVA) wurden beauftragt, das Verwertungsgeschäft der Hochschulen zu unterstützen. Der Bund beabsichtigt, die Patentverwertung weiter zu fördern, erwartet von den Hochschulen aber auch eigene Konzepte und Vorstellungen. Der Wettbewerb der PVA soll dabei verstärkt werden.
Wir wollen in diesem Zusammenhang Fragen diskutieren wie: Brauchen Hochschulen überhaupt Patente? Wenn ja, wofür? Hat sich die bisherige Patentverwertung gelohnt? Was kann, was muss sich in der neuen Förderperiode ab 2015 ändern? Wie sehen die Perspektiven der Einbettung der Patentverwertung in Transferaktivitäten der Hochschule aus?

Leitung: Andreas Bohlen, UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam

Beiträge durch:
Annika Philipps, Geschäftsstelle der Expertenkommission Forschung und Innovation, Berlin
Irene Glück-Otte, Siemens AG, Legal and Compliance, München
Franziska Sauer, Technische Universität Berlin, Leiterin Patent- und Verwertungsmanagement

Workshop V: Bewertung und Steuerung von Forschung: Was heißt und zu welchem Ende bewertet man Forschungsleistung? Die indikatorenbezogene Perspektive
Der Workshop möchte sich erstens anhand von ausgewählten Beispielen mit Verfahren der Messung und Bewertung von Forschungsleistungen befassen, also der Frage nach geeigneten Methoden um Forschungsleistungen zu erfassen und anschließend zu bewerten. Als ernstzunehmende Alternative zum CHE (und anderen Rankings) hat der Wissenschaftsrat eine Stellungnahme zum Thema „Bewertung und Steuerung von Forschungsleistungen“ veröffentlicht und in mehreren Pilotstudien eine eigene Methodik des Forschungsratings entwickelt. Was kann daraus für die eigene Praxis gelernt werden? Zweitens gilt es einen kritischen Blick auf die dabei entstehenden intendierten und nichtintendierten Folgen von Forschungsevaluationen zu lenken. Welche positiven oder negativen Effekte gehen von welchen Indikatoren, die üblicherweise Forschungsleistung messen sollen, aus?

Leitung: Robert Fischer, Erlangen-Nürnberg und Dorothea Uhle, Düsseldorf

Beiträge durch:
Elke Lütkemeier, Wissenschaftsrat
Jochen Gläser, Technische Universität Berlin

Workshop VI: Die Rolle der Projektträger – Forschungsförderung des BMBF
In diesem Workshop sollen Antworten auf die Fragen gefunden werden, die in unserer täglichen Beratungsarbeit immer wieder rund um die Zusammenarbeit zwischen Projektträger und Ministerium auftauchen. Hierbei geht es um die drei Themenkomplexe Organisation, Antragstellung und Förderpolitik. Außerdem soll eine Einführung in das neues elektronische Antragsverfahren des Bundes Easy-Online gegeben werden, das ab Januar 2014 das Antragssystem Easy-AZA ablösen wird. Folgende Fragen sollen u.a. behandelt werden:

  • Wie definiert sich die Schnittstellenrolle eines Projektträgers zwischen Ministerium und Wissenschaftlern bzw. den Forschungsreferenten?
  • Wie ist ein Projektträger organisiert (u.a. Struktur und  Aufbau der verschiedenen Projektträger des BMBF)?
  • Wie werden Themen und Ausschreibungen generiert und platziert?
  • Wer ist zuständig für meine administrativen und inhaltlichen Fragen rund um die Antragstellung?
  • Welchen Weg geht ein Antrag bis zur Bewilligung? 
  • Kann ich mich als Forschungsreferent projektträgerintern weiterbilden?
  • Wie funktioniert das neue elektronische Antragsverfahren für BMBF-Anträge?

Leitung: Martina Schenk-Oemus und Christine D. Schmidt, beide Münster

Beiträge durch:
Kathrin Stratmann, M.A., Leiterin der Arbeitsgruppe "Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit" in der Organisationseinheit "Europäische und internationale Zusammenarbeit", PT-DLR
Cedric Janowicz, Gruppenkoordinator Sozialwissenschaften in der Arbeitseinheit "Umwelt, Kultur und Nachhaltigkeit", PT-DLR
Michael Noack, Leiter Informationsservice Projektförderung, DLR